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R – Artists

Biography

Ricardo Villalobos wurde in Chile geboren und kam mit drei Jahren nach Deutschland, nachdem seine Eltern infolge des Militärputsches Chile verlassen mussten. Die Familie siedelte sich in der Nähe von Darmstadt an, die Eltern arbeiteten auf dem Frankfurter Flughafen. Früh begeistert sich Villalobo
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Ricardo Villalobos wurde in Chile geboren und kam mit drei Jahren nach Deutschland, nachdem seine Eltern infolge des Militärputsches Chile verlassen mussten. Die Familie siedelte sich in der Nähe von Darmstadt an, die Eltern arbeiteten auf dem Frankfurter Flughafen. Früh begeistert sich Villalobos für Musik. Sein Vater war ihm nach seinen Angaben ein wichtiges Vorbild und Mentor, durch ihn lernte er viele Musikrichtungen kennen: den im familiären Freundeskreis geschätzten Salsa, aber auch Rock und elektronische Musik. Bereits als Jugendlicher erlernte er das Trommeln mit Congas und spielte live auf Tanzveranstaltungen der Freunde des Vaters, die eine Veranstaltungsagentur betrieben. Der Vater war es auch, der den 15-jährigen Ricardo erstmals in die damals legendäre Disco "Dorian Gray" im Frankfurter Flughafen mitnahm. 1988 stand Ricardo das erste Mal als DJ hinter dem Pult einer Disco, nachdem er schon auf einigen Schul- und Kellerpartys sein Können unter Beweis gestellt hatte. Er begeisterte sich damals für Depeche Mode und begann auch, eigene Musik in deren Stil aufzunehmen. Zu Beginn der 90er Jahre begeisterte sich Villalobos für den aufkommenden Acid-House, der nun seine DJ-Sets und seine eigenen Aufnahmen prägen sollten. 1992 debütierte er mit einer Maxisingle auf dem "Overload"-Label und veranstaltete illegale Technopartys, die ihn überregional bekannt machen sollten. Seine ebenfalls zu dieser Zeit gegründeten eigenen Labels "Elastic Music" und "Plastic Flavour" hatten jedoch keinen Erfolg und wurden bald darauf wieder eingestellt. 1994 wurde er von den Machern des Ongaku-Labels eingeladen, während eines großen Festival während der Sonnenfinsternis in Chile aufzulegen. Dadurch wurde Villalobos in seiner alten Heimat bekannt, wo er künftig, speziell während der deutschen Wintermonate, regelmäßig auflegen sollte. 1995 wurde er Resident-DJ im Frankfurter "Box", später auch im legendären "Omen". Weitere Plattenveröffentlichungen folgten. 1997 begann er, regelmäßig in Clubs auf Ibiza aufzulegen, wo er spätestens 1999 bei den "Cocoon-Clubbing-Events" von Sven Väth die Ihren Ursprung im Frankfurter Techno-Club U60311 haben und als Resident bei der Qualitätssause mit der der elektronische Festivalsommer in Deutschland seit 2003 traditionell schließt, der Green & Blue, in die erste Riege nationaler DJs aufstieg. Im Sommer 2003 erschien seine Mix-CD »Taka Taka«, und im Herbst 2003 legte Villalobos mit »Alcachofa« auf Playhouse Rec. erstmals auch ein eigenes Album vor, das eine durchweg positive Presseresonanz erfuhr. Anfang 2005 folgte sein zweites Album unter dem Namen "Thé au Harem d..Archimède" auf Perlon Rec. Die Eigenproduktionen von Ricardo Villalobos lassen sich keinem klaren Genre zuordnen. Auf seinen Alben sind sowohl Einflüsse von Acid House und Minimalismus, gleichermaßen aber auch südamerikanische und ballearische Anklänge zu finden. Im Herbst 2006 erregte Villalobos mit der Veröffentlichung des rund 37 Minuten langen Tracks "Fizheuer Zieheuer" Aufsehen. Villalobos, inzwischen in Berlin beheimatet, gründete auch das Projekt "Narod Niki", in dem acht bekannte DJ-Größen gemeinsame Livesets nur mit ihren Laptops bestreiten, darunter u.a. Richie Hawtin, mit dem Villalobos bereits seit Beginn seiner DJ-Tätigkeit auf Ibiza immer wieder zusammenarbeitet.
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